
Warum TaxWize
Steuerdaten online: 6 Fragen an jeden Anbieter (2026)
Bevor Sie Lohnausweis und Bankauszüge irgendwo hochladen: sechs Fragen, die jeder seriöse Anbieter beantworten können muss, und wie TaxWize sie beantwortet.
Veröffentlicht am 25.07.2026 · 8 Min. Lesezeit
Aktualisiert am 25.07.2026
Wenn Sie Lohnausweis, Bankauszüge und Säule-3a-Bescheinigung irgendwo hochladen, ist die entscheidende Frage nicht, ob der Anbieter «sicher» ist. Das schreibt jeder auf seine Website. Entscheidend sind sechs konkrete Fragen: In welchem Land werden Ihre Dokumente verarbeitet und gespeichert? Wird damit ein KI-Modell trainiert? Wie schnell sind Ihre Daten nach einer Löschung wirklich weg, inklusive Backups? Wer ist rechtlich verantwortlich und unter welchem Recht? Welche weiteren Firmen sind beteiligt? Und was können Sie einfordern, wenn Sie es genau wissen wollen? Jede dieser Fragen hat eine nachprüfbare Antwort, die auf einer öffentlichen Seite des Anbieters stehen sollte. Dieser Artikel zeigt, wie Sie die Antworten finden, und beantwortet alle sechs Fragen für TaxWize offen, inklusive der Stellen, an denen andere Wege besser abschneiden.
Der Copyshop-Vergleich
Unterlagen hochzuladen ist ein bisschen wie eine Mappe im Copyshop abzugeben. Ob dort kopiert wird, ist nicht die spannende Frage, dafür sind Sie ja hingegangen. Interessant ist: Bleibt die Mappe im Laden oder geht sie in ein anderes Land? Darf jemand im Hinterzimmer mitlesen? Landet eine Kopie in einem Archiv, das Sie nie gesehen haben? Und wann genau wird alles geschreddert?
Bei Steuerunterlagen ist der Einsatz höher als bei einer Mappe. Lohn, Vermögen, Schulden, Familiensituation, Krankenkasse: Das ist die vollständige finanzielle Biografie eines Haushalts in einem einzigen Stapel. Umso mehr lohnt es sich, vor dem Upload sechs Minuten in die sechs Fragen zu investieren.
Frage 1: In welchem Land werden meine Unterlagen verarbeitet und gespeichert?
Achten Sie darauf, ob eine konkrete Antwort dasteht: Land, Hosting-Partner, und ob es Verarbeitungsschritte gibt, die das Land verlassen. Formulierungen wie «Ihre Daten sind bei uns sicher» oder «verschlüsselte Übertragung» beantworten die Frage nicht, denn sie sagen nichts darüber, wo die Daten anschliessend liegen.
Ein häufiges Missverständnis: Ein Anbieter kann eine Schweizer Firma sein und trotzdem im Ausland verarbeiten lassen. Firmensitz und Verarbeitungsort sind zwei verschiedene Dinge, und nur der zweite entscheidet, wessen Behörden theoretisch Zugriff verlangen können.
Bei TaxWize: Alle Steuerunterlagen und die daraus extrahierten Daten liegen auf Schweizer Infrastruktur, gehostet von Infomaniak in Schweizer Rechenzentren. Ein Schritt mit Ihren Zahlungsdaten verlässt die Schweiz und ist als Ausnahme offengelegt: die Zahlungsabwicklung über Stripe, die Daten in der EU und den USA bearbeiten kann. Ihre Steuerunterlagen und die daraus extrahierten Steuerdaten erhält Stripe dabei nie. Details auf der Datenschutz-Seite.
Frage 2: Wer liest mit, und wird damit ein KI-Modell trainiert?
Immer mehr Steuerwerkzeuge nutzen KI, um Dokumente auszulesen. Die ehrliche Frage ist deshalb nicht «nutzt der Anbieter KI», sondern: Wessen Modell ist es, wo läuft es, und was passiert mit dem, was es liest? Bei international betriebenen KI-Assistenten hängt die Antwort stark vom gewählten Abo ab; die belegten Details dazu haben wir auf der Vergleichsseite TaxWize und ChatGPT zusammengetragen.
Bei TaxWize: Das Sprachmodell, das Ihre Dokumente liest, wird von Infomaniak in der Schweiz gehostet. Die Texterkennung für gescannte Seiten läuft selbst gehostet auf derselben Schweizer Infrastruktur, es liest also kein weiterer Dienstleister Ihre Dokumente. Ihre Inhalte werden nicht zum Training von KI-Modellen verwendet. Und ganz offen: KI-Ergebnisse können unvollständig oder fehlerhaft sein. Deshalb zeigt Ihnen TaxWize jeden ausgelesenen Wert zur Prüfung an, bevor er verwendet wird. Die Steuerberechnung selbst ist danach ein deterministisches Regelwerk mit den veröffentlichten Tarifen Ihres Kantons, kein Sprachmodell; das Auslesen der Dokumente ist der KI-Schritt und wird von Ihnen kontrolliert.
Frage 3: Wie schnell sind meine Daten nach einer Löschung wirklich weg?
Hier trennt sich Marketing von Substanz. «Sie können Ihre Daten jederzeit löschen» ist nur die halbe Antwort, weil jede ernsthaft betriebene Plattform nächtliche Backups fährt. Eine gute Antwort nennt deshalb zwei Zeitfenster getrennt: wann die Daten aus den aktiven Systemen verschwinden, und wann sie aus den Backups verschwunden sind.
Bei TaxWize: Die Löschung Ihrer Daten in den Einstellungen entfernt Steuererklärungen, Steuerberechnungen, extrahierte Werte, hochgeladene Dokumente und erfasste Vermögenswerte sofort aus den aktiven Systemen. Backups, die diese Daten noch enthalten, werden innerhalb von 30 Tagen bereinigt. Es gibt zwei Stufen: Datenlöschung behält Ihr Login, damit Sie neu starten können; Kontolöschung entfernt zusätzlich die Login-Identität und ist nicht umkehrbar. Nachzulesen auf der Sicherheitsseite.
Frage 4: Wer ist rechtlich verantwortlich, und welches Recht gilt?
Ein seriöser Anbieter nennt den vollständigen Firmennamen, die Rechtsform, den Sitz und die Schweizer UID, damit Sie im Handelsregister nachschauen können. Fehlt das, wissen Sie im Streitfall nicht, wen Sie überhaupt vor sich haben.
Bei TaxWize: Betrieben wird der Dienst von Szakács Solutions, einem Einzelunternehmen in Eggenwil im Kanton Aargau, Schweizer UID CHE-289.567.114, eingetragen im Handelsregister des Kantons Aargau. Es gilt das Schweizer Datenschutzgesetz (DSG).
Frage 5: Welche weiteren Firmen sind beteiligt?
Kein Anbieter macht alles selbst. Die Frage ist, wie viele Auftragsbearbeiter es sind, wo sie sitzen und wofür sie zuständig sind. Eine kurze, vollständige Liste mit Standortangabe ist ein besseres Zeichen als gar keine Liste. Achten Sie dabei besonders auf die Zahlungsabwicklung: Sie ist häufig der Schritt, bei dem sich das Nachschauen lohnt.
Bei TaxWize: Vier Einträge im Verzeichnis, davon drei externe Auftragsbearbeiter mit Auftragsbearbeitungsvertrag und eine selbst betriebene Komponente. Infomaniak (Schweiz) für Hosting, KI-gestützte Dokumentenverarbeitung und E-Mail. Stripe (EU und USA) für Zahlungen, ohne Zugriff auf Ihre Steuerunterlagen. Plausible Analytics (EU, Deutschland) für cookiefreie Statistik: Plausible setzt keine Cookies und erhebt keine Personendaten, weshalb es auf taxwize.ch auch kein Cookie-Banner gibt. Der vierte Eintrag, Supabase (Schweiz) für Datenbank, Anmeldung und Dateispeicher, ist Open-Source-Software, die wir selbst auf derselben Schweizer Infrastruktur betreiben, kein eingekaufter Dienst.
Frage 6: Was kann ich einfordern, wenn ich es genau wissen will?
Sie sind nicht auf das angewiesen, was ein Anbieter freiwillig publiziert. Nach Art. 25 des Schweizer Datenschutzgesetzes, das in seiner revidierten Fassung seit dem 01.09.2023 in Kraft ist, können Sie jederzeit Auskunft verlangen, ob und welche Personendaten über Sie bearbeitet werden. Die Auskunft ist grundsätzlich kostenlos und erfolgt in der Regel innert 30 Tagen (Quelle: EDÖB, Auskunftsrecht, abgerufen am 25.07.2026). Dazu kommen die Rechte auf Berichtigung und auf Löschung.
Praktisch heisst das: Eine formlose E-Mail an die Datenschutzadresse des Anbieters genügt. Wie schnell und wie vollständig geantwortet wird, ist selbst schon eine Antwort. Bei TaxWize ist die Adresse privacy@taxwize.ch.
Die sechs Fragen auf einen Blick
| Frage | Was eine belastbare Antwort enthält | Wo Sie es nachlesen |
|---|---|---|
| 1. Verarbeitungsort | Land, Hosting-Partner, benannte Ausnahmen | Datenschutz- oder Sicherheitsseite |
| 2. KI und Training | Wer das Modell betreibt, wo es läuft, ob trainiert wird | Datenschutzerklärung, KI-Abschnitt |
| 3. Löschung | Zwei Fristen: aktive Systeme und Backups | Datenschutzerklärung, Aufbewahrung |
| 4. Verantwortlichkeit | Firmenname, Rechtsform, Sitz, UID | Impressum |
| 5. Auftragsbearbeiter | Vollständige Liste mit Zweck und Standort | Datenschutzerklärung, Verzeichnis |
| 6. Ihre Rechte | Kontaktadresse, Fristen, Umfang | Datenschutzerklärung, Betroffenenrechte |
Was mit einem hochgeladenen Lohnausweis bei TaxWize konkret passiert
Ein durchgespieltes Beispiel sagt mehr als jede Zusicherung. Sie laden Ihren Lohnausweis für das Steuerjahr 2025 hoch:
- Die Datei geht verschlüsselt über TLS an einen Server in der Schweiz und wird im Schweizer Dokumentenspeicher abgelegt, mit Zugriffskontrollen.
- Ist die Seite ein Scan oder Foto, wandelt eine selbst gehostete Texterkennung das Bild in Text um, auf derselben Schweizer Infrastruktur.
- Das in der Schweiz gehostete Sprachmodell liest den Text und schlägt die Werte vor, etwa den Bruttolohn oder den AHV-Abzug.
- Sie sehen jeden vorgeschlagenen Wert und bestätigen oder korrigieren ihn. Erst danach zählt er.
- Die Steuerberechnung wendet die hinterlegten Regeln Ihres Kantons auf diese geprüften Werte an und ergibt bei gleichen Eingaben jedes Mal dieselbe Zahl.
- Löschen Sie später alles, verschwinden Dokument und extrahierte Werte sofort aus den aktiven Systemen, die Backups innerhalb von 30 Tagen.
Die Preise und Fristen in diesem Artikel sind der Stand vom 25.07.2026. Solche Angaben ändern sich, prüfen Sie im Zweifel die verlinkten Seiten oder fragen Sie direkt nach.
Wo andere Wege besser abschneiden
Ehrlichkeit gehört zu diesem Thema dazu, sonst ist der ganze Artikel nur Werbung.
Das offizielle Kantonsportal ist die datensparsamste Variante. Ihr Steueramt hat Ihre Steuerdaten ohnehin, es kommt also keine zusätzliche Partei dazu. Wenn Ihnen Datenminimierung über alles geht und Sie bereit sind, jede Ziffer selbst zu sortieren und einzutragen, ist das Portal Ihres Kantons der richtige Weg. Jede Vorbereitungsebene davor, TaxWize eingeschlossen, ist eine bewusste Abwägung: mehr Bequemlichkeit gegen eine weitere Partei, der Sie Daten anvertrauen.
Papier und lokale Software haben ihren Platz. Wer gar nichts hochladen will, kann weiterhin lokal arbeiten. Der Trend geht zwar in Richtung Weblösungen, aber solange Ihr Kanton eine lokale Variante anbietet, ist sie eine legitime Wahl.
Und bei uns läuft nicht alles perfekt. Die Zahlungsabwicklung verlässt die Schweiz. Dazu kommt die optionale Schaltfläche «Mit Google anmelden», die zwar keine Steuerdaten verarbeitet, aber eben ein Dienst eines internationalen Anbieters ist. Die Zahlungsabwicklung steht offen auf der Datenschutz-Seite, die Google-Schaltfläche auf der Sicherheitsseite, in beiden Fällen im Klartext statt im Kleingedruckten. TaxWize hat sich für die Labels Swiss Hosting und Swiss Made Software beworben, die Prüfung läuft, und bis eine Zertifizierung tatsächlich erteilt ist, zeigen wir kein Badge dafür an.
Was das für Ihre Wahl bedeutet
Die sechs Fragen funktionieren bei jedem Anbieter, auch bei uns. Wenn Sie die Antworten auf einer öffentlichen Seite finden, konkret und mit Namen statt mit Adjektiven, ist das ein gutes Zeichen. Wenn Sie sie nur per Rückfrage bekommen, ist das noch in Ordnung. Wenn Sie sie gar nicht bekommen, wissen Sie genug.
TaxWize bereitet Ihre Steuererklärung für CHF 39 pro Steuererklärung und Steuerjahr vor, mit voller Vorbereitung aktuell für sieben Kantone; eingereicht wird weiterhin über das offizielle Portal Ihres Kantons. Alle sechs Antworten stehen auf der Datenschutz-Seite und der Sicherheitsseite, bevor Sie ein Konto anlegen. Wenn Sie zuerst nur wissen wollen, was Ihre Gemeinde steuerlich bedeutet, geht das ganz ohne Upload und ohne Konto im kostenlosen Steuervergleich. Und welche Werkzeuge es sonst noch gibt, mit Preisen und Quellen, steht im Vergleich der Software und Services 2026.
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Behalten Sie Ihre Abzüge im Blick
TaxWize liest Ihre Belege, weist auf möglicherweise relevante Abzüge hin und bereitet Ihre Steuererklärung fürs Einreichen vor. CHF 39 pro Steuererklärung und Steuerjahr.
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